Kellersworld Blog

Bikepacking Tour August 2025 – Von Graubünden bis an die Adria

Im August 2025 haben wir – ich, Michael, und meine Frau Sarina – unsere grosse Vorbereitungstour für die kommende Fahrradweltreise gestartet. Vier Wochen waren wir unterwegs, davon drei Wochen effektiv im Sattel. Eine Reise, die uns nicht nur körperlich gefordert, sondern auch als Team gestärkt hat.

Der Startpunkt lag in der Hauptstadt unseres Heimatkantons Graubünden. Von dort führte uns die Route über die Alpen Richtung Bellinzona, hinein in die warmen Täler des Tessins. Weiter ging es entlang des Lago Maggiore, wo sich mediterranes Licht, Wasser und Berge zu einer einzigartigen Kulisse verbinden.

Hinter der italienischen Grenze rollten wir durch die Lombardei bis nach Milano, bevor wir die Ebene querten und uns auf den Weg zur Adriaküste machten. Unser Ziel auf der anderen Seite Italiens: Ravenna, eine Stadt voller Geschichte, Mosaike und Meeresluft.

Ab dort folgten wir der Küste südwärts – lange, flache Etappen, Pinienwälder, Lagunenlandschaften und das stetige Rauschen der Adria begleiteten uns. Der letzte Abschnitt führte uns bis Lesina Marina, einem ruhigen Küstenort, der den perfekten Abschluss dieser Vorbereitungstour bildete.

Diese Reise war mehr als nur Training. Sie war ein Test für unsere Ausrüstung, unsere Routinen und unser Zusammenspiel als Team. Und sie hat uns gezeigt, dass wir bereit sind für das, was vor uns liegt: unsere grosse Fahrradweltreise.

Bikepacking-Tour vom 17. bis 21. Juli – Fünf Tage Freiheit auf zwei Rädern

Unsere fünftägige Bikepacking-Tour Mitte Juli führte uns einmal mehr vor Augen, warum wir dieses Leben auf zwei Rädern so lieben: die Einfachheit, die Nähe zur Natur, das Unvorhersehbare und die kleinen Momente, die sich tief einprägen.

Tag 1 – Von Chur zum Walensee (60 km, 3.5 h)

Wir starteten in Chur und rollten Richtung Walensee. Die Strecke war angenehm, das Wetter perfekt – doch die Schlafplatzsuche wurde zur Herausforderung. In der Region, die wir eigentlich gut kennen, fanden wir keinen geeigneten Spot. Also entschieden wir uns für den Campingplatz. Der Boden war komplett matschig, der Wald aufgeweicht – aber genau solche Situationen gehören zum Bikepacking dazu. Man nimmt, was der Tag einem schenkt.

Tag 2 – Von Walenstadt nach Metzingen (50 km, 3.5 h)

Am zweiten Tag wurden wir belohnt. Die Fahrt war entspannt, und am Abend fanden wir einen genialen Schlafplatz direkt an der Suhr. Ein ruhiger, idyllischer Ort, an dem wir unser Lager aufschlagen konnten. Das Plätschern des Wassers, die Stille der Natur – genau das, was wir suchen, wenn wir unterwegs sind.

Tag 3 – Von Metzingen nach Seengen (56 km, 4 h)

Die dritte Etappe führte uns weiter Richtung Seengen. Die Beine spürten langsam die vergangenen Tage, aber die Freude am Unterwegssein trug uns weiter. Geschlafen haben wir in einem Unterstand im Wald – schlicht, trocken, perfekt.

Tag 4 – Von Seengen nach Oberbipp (65 km, 4.5 h)

Für den vierten Tag war Gewitter angesagt. Also entschieden wir uns erneut für einen Unterstand im Wald. Eine gute Wahl: geschützt, ruhig und mit dem Gefühl, mitten in der Natur zu sein, ohne ihr ausgeliefert zu sein. Die Strecke selbst war abwechslungsreich und fordernd – genau richtig für uns.

Tag 5 – Von Oberbipp nach Solothurn und zurück nach Chur (16 km, 1 h)

Der letzte Tag war kurz, aber schön. Von Oberbipp fuhren wir nach Solothurn, bevor wir mit dem Zug zurück nach Chur reisten. Ein sanfter Abschluss einer intensiven, erfüllenden Tour.

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Diese fünf Tage waren wieder ein Stück gelebte Freiheit. Kein Luxus, kein Plan B, nur wir, unsere Räder und die Natur. Genau so, wie wir es lieben.


Bikepacking-Tour vom 16. bis 25. Mai Von Chur bis an den Gardasee und zurück

Unsere Bikepacking‑Reise im Mai war eine Tour voller Kontraste: Schneegrenze und Sommerwärme, Campingplätze und wilde Zeltplätze, Gewitter und Sonnenschein, Begegnungen mit Menschen und Momenten, die uns noch lange begleiten werden. Eine Reise, die uns daran erinnert hat, warum wir unterwegs sind: um zu leben, zu spüren, zu entdecken.

Tag 1 – Chur → Samedan → Scuol

Da die Pässe noch geschlossen waren und unser ursprünglicher Routenplan nicht aufging, starteten wir flexibel: Mit der RhB fuhren wir über die eindrucksvolle Albulastrecke nach Samedan. Von dort aus ging es endlich auf die Räder – hinein ins Oberengadin und weiter Richtung Scuol.

57 km | 3 h | 280 hm

In Scuol schlugen wir unser erstes Camp auf. Die Schneefallgrenze lag noch bei rund 1200 m – ein eindrücklicher Start. Für mich war es ein besonderer Moment: Ein Jahr meiner Lehre als Landwirt habe ich in Scuol verbracht. Die Strassen, die Höfe, die Landschaft – alles fühlte sich vertraut an, wie ein Wiedersehen mit einem alten Kapitel meines Lebens.

Tag 2 – Scuol → Mals (Südtirol)

56 km | 4.5 h | 720 hm

Der zweite Tag führte uns über die Grenze nach Südtirol. Die Strecke war fordernd, aber wunderschön. In Mals übernachteten wir auf einem Campingplatz und genossen die Ruhe nach einem intensiven Tag.

Tag 3 – Mals → Lana

74 km | 4 h | 100 hm

Die Route führte uns durch das Vinschgau bis nach Lana. Dort fanden wir einen Platz in der Natur, direkt neben einem Bach. Ein einfacher, aber perfekter Übernachtungsort – genau das, was Bikepacking für uns ausmacht.

Tag 4 – Lana → Lavis

78 km | 5 h | 90 hm

Die Temperaturen wurden angenehmer, und wir suchten uns bewusst einen schönen Platz zum Zelten. Wir fanden ihn – ruhig, grün und ideal, um den Tag ausklingen zu lassen.

Tag 5 – Lavis → Nago-Torbole (Gardasee)

58 km | 4 h | 230 hm

Der Gardasee empfing uns mit Wärme und mediterranem Flair. Auf dem Campingplatz gab es sogar gratis Sodawasser – ein kleines Highlight nach einem warmen Tag. Am Abend gönnten wir uns Pizza. Ich und Sarina, unterwegs, zufrieden, am See – ein Moment, der hängen bleibt.

Tag 6 – Nago-Torbole → Potesse (Gardasee)

60 km | 4 h | 760 hm

Wir machten einen Abstecher zur berühmten Ponale‑Strasse – ein absolutes Erlebnis. Am Abend schlugen wir unser Zelt auf einem Campingplatz auf. In der Nacht zog ein kurzes, aber heftiges Gewitter über uns hinweg. Natur pur.

Tag 7 – Potesse → Gussago

50 km | 3.5 h | 310 hm

Der Tag begann regnerisch, eine Stunde Dauerregen inklusive. Unterwegs hatte ich einen Platten, den wir reparieren mussten. Dabei lernten wir einen Unternehmer kennen, der seit über 20 Jahren in Italien lebt – ursprünglich aus der Schweiz. Er organisierte uns ein günstiges Zimmer in einer Pizzeria, in der die ganze Familie mitarbeitete. Wir assen dort Pizza, lachten viel und fühlten uns willkommen. Ein unerwartet schöner Abend.

Tag 8 – Gussago → Robbiate (Lombardei)

82 km | 6 h | 400 hm

Ein langer Tag, der uns durch die Lombardei führte. Wir übernachteten auf einer frisch gemähten Wiese – einfach, ruhig, perfekt.

Tag 9 – Robbiate → Melano (Schweiz)

70 km | 5.5 h | 860 hm

Zurück in der Schweiz schlugen wir unser Zelt auf einem Campingplatz direkt am See auf. Wunderschön, aber entsprechend teuer. Dort traf ich einen deutschen Motorradfahrer, der gerade verschiedene Alpenpässe gefahren war – ein spannender Austausch über zwei völlig unterschiedliche Arten des Reisens.

Tag 10 – Melano → Lugano → Bellinzona → Chur

Am letzten Tag rollten wir gemütlich nach Lugano. Von dort nahmen wir den Zug nach Bellinzona und weiter mit dem Postauto über den San Bernardino zurück nach Chur – rechtzeitig, denn am nächsten Tag rief die Arbeit wieder.

Reels & Eindrücke

Zu jedem Tag gibt es kurze Reels auf unseren Social‑Media‑Kanälen – kleine Fenster in unsere Reise, voller Emotionen, Landschaften und Erlebnisse.